Ileostomie
Das Dünndarm-Stoma fachgerecht versorgt und zuverlässig monatlich beliefert – durch Kipka Homecare.
Was ist eine Ileostomie?
Eine Ileostomie ist ein künstlich angelegter Darmausgang des Dünndarms (Ileum). Dabei wird das letzte Stück des Dünndarms operativ durch die Bauchdecke nach außen geführt – meist im rechten Unterbauch. Über diese Öffnung verlässt der Darminhalt den Körper und wird in einem Stomabeutel aufgefangen.
Man unterscheidet zwei Grundformen: Das endständige Stoma ist in der Regel dauerhaft angelegt. Das doppelläufige Stoma wird häufig als temporäres Schutzstoma angelegt, um eine tiefer gelegene Darmnaht zu entlasten – es kann nach der Abheilung in einem weiteren Eingriff wieder zurückverlegt werden.
Gründe für eine Ileostomie
Eine Ileostomie wird angelegt, wenn der Dickdarm umgangen oder eine Darmnaht geschützt werden muss. Die häufigsten Ursachen sind:
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zählen zu den häufigsten Gründen, wenn der Dickdarm dauerhaft ruhiggestellt oder entfernt werden muss.
Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)
Bei dieser erblichen Erkrankung mit hohem Entartungsrisiko wird der gesamte Dickdarm vorbeugend entfernt, sodass eine Ileostomie nötig werden kann.
Darmkrebs
Bei tief sitzenden Tumoren oder ausgedehnten Befunden im Darm kann eine Ileostomie zur dauerhaften oder vorübergehenden Ausleitung erforderlich sein.
Nach (Prokto-)Kolektomie
Wurde der Dickdarm – teils gemeinsam mit dem Mastdarm – operativ entfernt, übernimmt die Ileostomie die Ausleitung des Darminhalts.
Schutz einer tiefen Darmnaht
Als temporäres Schutzstoma entlastet die doppelläufige Ileostomie eine frisch angelegte, tief sitzende Darmnaht, damit diese ungestört abheilen kann.
Besonderheiten der Versorgung
Der Stuhl aus einer Ileostomie ist dünnflüssig bis breiig und enthält aggressive Verdauungsenzyme. Dadurch ist das Risiko für Hautreizungen rund um das Stoma deutlich höher als bei einer Kolostomie. Ein konsequenter Hautschutz ist deshalb das A und O der Ileostomie-Versorgung.
Versorgt wird die Ileostomie mit ausstreifbaren (offenen) Beuteln, die mehrmals täglich entleert werden. Je nach Stomaform und Hautsituation kommen einteilige Systeme (Basisplatte und Beutel in einem) oder zweiteilige Systeme (Basisplatte und Beutel getrennt) zum Einsatz. Welches System am besten passt, stimmen wir individuell mit Ihnen ab.
Flüssigkeit & Elektrolyte
Weil bei einer Ileostomie der wasseraufnehmende Dickdarm umgangen wird, ist die Ausscheidungsmenge höher und es geht mehr Flüssigkeit verloren. Achten Sie deshalb bewusst auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr, um einer Austrocknung (Dehydratation) vorzubeugen.
Beobachten Sie Ihre Fördermenge im Alltag. Bei dauerhaft sehr hoher Ausscheidung – einem sogenannten High-Output-Stoma – sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden, ob die Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung angepasst werden muss.
Alltag mit Ileostomie
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich der Alltag mit einer Ileostomie gut und sicher gestalten:
- Ausreichend trinken und auf eine gute Elektrolytzufuhr achten
- Gut und langsam kauen, um den Darm zu entlasten und Verstopfungen des Stomas vorzubeugen
- Ballaststoffreiche und blähende Speisen beobachten und individuell verträglich dosieren
- Nachts bei Bedarf einen größeren Beutel nutzen, um ungestört durchzuschlafen
- Konsequent auf die Hautpflege rund um das Stoma achten und Reizungen früh begegnen
Ileostomie-Versorgung durch Kipka Homecare
Von der ersten Schulung bis zur zuverlässigen Nachversorgung begleiten wir Sie in jedem Schritt – damit Sie sicher und selbstbestimmt mit Ihrer Ileostomie leben.
Schulung & individuelle Anpassung
Unsere zertifizierten Stomatherapeuten schulen Sie umfassend im Umgang mit dem Stoma und passen das Versorgungssystem genau an Ihre Stomaform und Hautsituation an.
Haut- und Stomakontrolle
Wir kontrollieren regelmäßig Haut und Stoma, erkennen Reizungen frühzeitig und passen Hautschutz und Versorgung bei Veränderungen sofort an.
Monatliche Belieferung
Wir rufen Sie jeden Monat persönlich an, fragen nach Änderungen an Stoma, Haut und Verbrauch, passen die Bestellung entsprechend an und liefern alle Hilfsmittel zuverlässig und diskret zu Ihnen nach Hause.
Erreichbarkeit rund um die Uhr
Bei Problemen oder Fragen sind wir 24/7 für Sie da – so haben Sie jederzeit einen verlässlichen Ansprechpartner an Ihrer Seite.
Beratung zur Ileostomie-Versorgung
Unsere zertifizierten Stomatherapeuten beraten Sie individuell und kompetent – inklusive zuverlässiger monatlicher Belieferung.
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Mehr erfahrenHäufig gestellte Fragen zur Ileostomie
Worin unterscheidet sich eine Ileostomie von einer Kolostomie?
Bei einer Ileostomie wird der Dünndarm (Ileum) ausgeleitet – meist im rechten Unterbauch. Der Stuhl ist dünnflüssig bis breiig und enthält aggressive Verdauungsenzyme. Bei einer Kolostomie wird dagegen der Dickdarm ausgeleitet (meist im linken Unterbauch), und der Stuhl ist überwiegend fest. Deshalb wird die Ileostomie mit ausstreifbaren, mehrmals täglich entleerbaren Beuteln versorgt, während bei der Kolostomie häufig geschlossene Beutel zum Einsatz kommen.
Warum ist der Hautschutz bei einer Ileostomie so wichtig?
Der dünnflüssige Dünndarmstuhl enthält aggressive Verdauungsenzyme, die die empfindliche Haut rund um das Stoma stark reizen und schädigen können. Ein passgenau zugeschnittener Hautschutz, eine dichte Basisplatte und sorgfältige Hautpflege sind daher essenziell. Unsere zertifizierten Stomatherapeuten kontrollieren die Haut regelmäßig und passen die Versorgung an, sobald sich Reizungen zeigen.
Wie viel sollte ich mit einer Ileostomie trinken?
Über eine Ileostomie geht mehr Flüssigkeit verloren als über den natürlichen Darmausgang, weil der wasseraufnehmende Dickdarm fehlt oder umgangen wird. Achten Sie deshalb bewusst auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr, um einer Austrocknung vorzubeugen. Die konkrete Trinkmenge stimmen Sie am besten individuell mit Ihrem Arzt ab – besonders bei sehr hoher Fördermenge.
Kann eine Ileostomie zurückverlegt werden?
Ja, eine doppelläufige Ileostomie wird häufig nur als temporäres Schutzstoma angelegt, um eine tiefe Darmnaht zu entlasten, und kann nach der Abheilung in einer weiteren Operation zurückverlegt werden. Ein endständiges Stoma ist dagegen meist dauerhaft. Ob und wann eine Rückverlegung möglich ist, entscheidet das behandelnde Klinik- und Ärzteteam anhand Ihres individuellen Befunds.
