Zurück zur Übersicht

Enterale Ernährung

Sichere Ernährung über Magen oder Darm – mit PEG, Sonde oder Trinknahrung, individuell eingestellt und zuverlässig monatlich beliefert.

Fachgerechte Ernährungstherapie

Fachgerechte enterale Ernährungstherapie mit individuell angepassten Konzepten. Unsere zertifizierten Ernährungsberater sorgen für optimale Nährstoffversorgung über Sonden und begleiten Sie auf dem Weg zu einer ausgewogenen Ernährung.

Wir erstellen für jeden Patienten einen individuellen Ernährungsplan und überwachen regelmäßig den Ernährungsstatus. So stellen wir sicher, dass Ihr Körper optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Was ist enterale Ernährung?

Enterale Ernährung ist eine Form der künstlichen Ernährung über den funktionierenden Magen-Darm-Trakt. Sie kommt zum Einsatz, wenn die normale orale Nahrungsaufnahme nicht oder nicht ausreichend möglich ist – die Nahrung wird dann als bilanzierte Sondennahrung über eine Sonde direkt in Magen oder Dünndarm gegeben oder als Trinknahrung ergänzend eingenommen.

Der entscheidende Vorteil: Die enterale Ernährung nutzt die natürliche Verdauung. Magen und Darm bleiben aktiv, Nährstoffe werden auf dem gewohnten physiologischen Weg aufgenommen.

Abgrenzung zur parenteralen Ernährung: Ist der Darm dauerhaft nicht nutzbar, muss die Nährstoffzufuhr unter Umgehung des Verdauungstrakts direkt über die Vene erfolgen. Mehr dazu auf unserer Seite zur parenteralen Ernährung.

Zugangswege & Sondenarten

Welcher Zugangsweg der richtige ist, hängt davon ab, wie lange die Ernährung voraussichtlich nötig ist und an welcher Stelle die Nahrung zugeführt werden soll. Diese Möglichkeiten gibt es:

Nasogastrale Sonde

kurzfristig

Ein dünner Schlauch wird über die Nase und die Speiseröhre bis in den Magen geführt. Sie eignet sich vor allem für eine voraussichtlich kurzfristige Ernährung von wenigen Tagen bis Wochen.

PEG-Sonde

langfristig, Magen

Bei der perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) wird die Sonde in einem kurzen endoskopischen Eingriff direkt durch die Bauchdecke in den Magen gelegt – die schonende Lösung für eine längerfristige Versorgung.

PEJ / JET-PEG

Dünndarm

Reicht die Sonde bis in den Dünndarm (Jejunum), spricht man von einer PEJ oder JET-PEG. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Magen umgangen werden muss, etwa bei Magenentleerungsstörungen.

Button / Gastrotube

flach & unauffällig

Ein flach auf der Haut aufliegendes Button-System oder eine Gastrotube ersetzen langfristig die längere PEG-Sonde – diskret, alltagstauglich und einfach in der Handhabung.

Trinknahrung

ergänzend, oral

Hochkalorische orale Supplemente ergänzen die normale Kost, wenn das Essen allein nicht ausreicht. Sie liefern konzentriert Energie, Eiweiß und Mikronährstoffe – ohne Sonde.

Wann ist enterale Ernährung nötig?

Eine enterale Ernährung wird immer dann notwendig, wenn der Körper über die normale Kost nicht mehr ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt werden kann. Häufige Gründe sind:

Schluckstörungen (Dysphagie)

Etwa nach einem Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen, wenn sicheres Schlucken nicht mehr möglich ist und ein Verschlucken droht.

Tumorerkrankungen

Bei Tumoren im HNO-Bereich oder an der Speiseröhre, die die normale Nahrungspassage einschränken oder eine Therapie begleiten.

Fortgeschrittene Demenz

Wenn die selbstständige Nahrungsaufnahme im Verlauf einer Demenz dauerhaft nicht mehr ausreichend gelingt.

Mangelernährung

Bei ausgeprägter Mangelernährung oder erhöhtem Energiebedarf, wenn der Körper über die normale Kost nicht genügend Nährstoffe erhält.

Bewusstseinsstörungen

Bei eingeschränktem oder fehlendem Bewusstsein, wenn eine eigenständige orale Ernährung nicht möglich ist.

Verabreichung der Sondennahrung

Die Sondennahrung kann auf verschiedene Arten zugeführt werden – je nachdem, was im Alltag am besten passt und am verträglichsten ist:

  • Per Schwerkraft – die Nahrung läuft langsam und gleichmäßig über ein Schwerkraftsystem zu
  • Als Bolus – portionsweise Gabe mehrmals täglich, ähnlich einer Mahlzeit
  • Kontinuierlich über eine Ernährungspumpe – gleichmäßig dosiert, besonders schonend für den Verdauungstrakt
  • Die passende Methode wählen wir individuell nach Verträglichkeit, Sondenart und Alltag

Enterale Ernährung durch Kipka Homecare

Von der ersten Einstellung bis zur dauerhaften Versorgung begleiten wir Sie kompetent – und kümmern uns darum, dass Sondennahrung und Zubehör Monat für Monat zuverlässig vorhanden sind.

1

Ernährungsplan & individuelle Einstellung

Nach ärztlicher Verordnung erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen Ernährungsplan und stellen Sondennahrung, Menge und Verabreichungsart individuell ein.

2

Sondenpflege & Schulung

Wir übernehmen die fachgerechte Pflege von Sonde und Eintrittsstelle und schulen Patienten sowie Angehörige im sicheren Umgang mit Sonde und Pumpe.

3

Monatliche Belieferung

Wir rufen monatlich an, fragen, ob sich etwas verändert hat, passen die Bestellung von Sondennahrung und Zubehör an und liefern diskret zu Ihnen nach Hause.

4

Verlaufskontrolle & 24/7-Erreichbarkeit

Wir kontrollieren regelmäßig den Ernährungsverlauf, passen die Versorgung bei Bedarf an und sind bei Fragen oder Problemen rund um die Uhr für Sie erreichbar.

Was Ihnen die monatliche Belieferung im Alltag erleichtert

  • Sondennahrung und Zubehör sind immer in ausreichender Menge vorhanden
  • Kein Organisationsaufwand für Sie oder Ihre Angehörigen
  • Bei verändertem Bedarf sofort die passende Nahrung und das richtige Material
  • Veränderungen an Sonde, Verträglichkeit oder Gewicht werden früh erkannt
  • Ein persönlicher Ansprechpartner statt anonymem Versandhandel

Ihre Vorteile

Optimale Nährstoffversorgung
Individuelle Anpassung
Fachgerechte Betreuung
Regelmäßige Überwachung
Zertifizierte Beratung
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur enteralen Ernährung

Was ist der Unterschied zwischen Trinknahrung und Sondennahrung?

Trinknahrung wird ganz normal getrunken und ergänzt die übliche Kost, wenn das Essen allein nicht ausreicht. Sondennahrung wird über eine Ernährungssonde direkt in den Magen oder Dünndarm gegeben, wenn das Essen über den Mund nicht oder nicht ausreichend möglich ist. Beide liefern bilanzierte Nährstoffe, der Weg in den Körper ist der Unterschied.

Ist eine PEG-Sonde dauerhaft?

Nicht zwangsläufig. Eine PEG-Sonde kann langfristig liegen, lässt sich aber wieder entfernen, sobald eine ausreichende orale Ernährung wieder möglich ist. Wie lange sie benötigt wird, hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung und dem Verlauf ab und wird ärztlich entschieden.

Kann man mit einer Sonde noch normal essen und schmecken?

In vielen Fällen ja. Eine Sonde schließt das Essen über den Mund nicht automatisch aus – sofern Schlucken und Verträglichkeit es zulassen, ist eine zusätzliche orale Kost oft möglich. Der Geschmackssinn bleibt durch die Sonde unverändert. Was im Einzelfall sinnvoll und sicher ist, klären wir mit Ihnen und dem behandelnden Arzt.

Wer liefert die Sondennahrung?

Die Versorgung übernehmen wir komplett. Wir melden uns monatlich persönlich bei Ihnen, passen die Bestellung von Sondennahrung und Zubehör an Ihren aktuellen Bedarf an und liefern alles diskret und zuverlässig zu Ihnen nach Hause – ohne dass Sie sich um die Nachbestellung kümmern müssen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja. Sondennahrung und das benötigte Zubehör sind bei ärztlicher Verordnung Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir rechnen direkt mit Ihrer Kasse ab und kümmern uns um die gesamte Abwicklung der Kostenübernahme.

Beratung zur enteralen Ernährung

Unsere zertifizierten Ernährungsberater stehen Ihnen für eine individuelle Beratung zur Verfügung – inklusive zuverlässiger monatlicher Belieferung.

09135 8535